Historisches

Siedlungsspuren gibt es schon seit der Jungsteinzeit. Archäologen konnten eine kontinuierliche Siedlungstätigkeit durch das Altertum hindurch feststellen. Im Verlauf der Völkerwanderung siedelten germanische Stämme, vor allem Langobarden im Gemeindegebiet.

Das Mittelalter war geprägt durch die Falkenberger, die im Straßertal eine Burganlage errichteten. Sie waren Verwandte der Kuenringer und fielen deshalb auch beim Landesherrn in Ungnade. Die Burg wurde im Jahre 1300 zerstört und nicht wieder aufgebaut. Heute ist nur mehr ein Rest des Bergfrieds zu sehen.
Ein weiteres Schicksalsjahr für die Bevölkerung von Straß war 1597. Während des Bauernaufstandes war Straß Schauplatz eines fürchterlichen Gemetzels, wobei viele Bewohner ihr Hab und Gut, viele auch ihr Leben lassen mussten.

Im Laufe des 16. und 17. Jahrhundert wurde der Ort Straß von der unmittelbaren Umgebung der Burg Falkenberg auf den heutigen Standort verlegt. 1638 kam es auch zur Weihe des neuen Gotteshauses „Maria Himmelfahrt“. Bereits 1628 war Straß zum Markt erhoben worden.

Das Gemeindegebiet war stets eng verbunden mit den jeweiligen Gutsbesitzern von Grafenegg, weil sie hier die Grundherrschaft innehatten. In Straß versuchten sie aber ihren Stand zu repräsentieren, indem sie Prestigeobjekte errichteten. Dazu gehört die Pfarrkirche, die reich ausgestattet wurde. 1666 stiftete der Gutsherr hier ein Armenspital für sechs arme Männer und ebenso viele Frauen. Heute ist in der dazugehörigen Kapelle die Aufbahrungshalle untergebracht.

1970 schlossen sich die ehemals selbständigen Gemeinden Straß, Elsarn, Wiedendorf und Diendorf am Walde zur heutigen Großgemeinde Straß im Straßertale zusammen.