Die Geschichte der Pfarre Elsarn
Elsarn gehörte ursprünglich zur Pfarre Mühlbach. Dies ist aus den Göttweiger Salbüchern aus dem Jahre 1072 zu entnehmen. Bereits 1157 wird die Margarethenkapelle zu Elsarn als bestehend erwähnt. Sie war wahrscheinlich unter Reinpert von Elsarn erbaut worden.
Es entstand aber bald das Bestreben, von der Jurisdiktion des Mühlbacher Pfarrers loszukommen. Nur in diesem Sinne kann der Vergleich zwischen dem Pfarrer Konrad von Mühlbach und dem Abte Dietmar von Seitenstetten wegen des Priesters Almar an der Margarethenkapelle zu Elsarn aufgefasst werden.
Am 23. August 1219 wurde durch einen Schiedsspruch der Äbte von Melk und Göttweig und des Propstes von Ardagger und des Dechants Ulrich von St. Agatha als Schiedsrichter der Vergleich ausgetragen.
Es wurde bestimmt, dass der Abt von Seitenstetten befugt ist, das Präsentationsrecht über die Kapelle auszuüben. Der Priester Almar kann die Kapelle auf Lebzeiten innehaben, untersteht dem Abte von Seitenstetten und hat einen jährlichen Zins von 1/2 Pfund Wiener Pfennige an den Pfarrer von Mühlbach zu entrichten.
Nach dem Ableben Almars ging das Kapellenbenefizium jedoch wieder an den jeweiligen Pfarrer von Mühlbach über.
Wie es überhaupt zu diesem Kaplansbenefizium kam, erklärt uns eine Urkunde des Bischofs Diepold zu Passau, ausgestellt im Jahre 1175 zu Lorch. Diese berichtet, dass der Edle Reginbert von Elsarn dem Stifte Seitenstetten durch die Hand des Bischofs die Kapelle zu Elsarn samt dem Hause und den dabei gelegenen Besitzungen unter der Bedingung widmete, dass das Stift hier einen Priester anstelle. Bemerkenswert ist auch der Umstand, dass sich das Stift Seitenstetten am
30. August 1186 das geschenkte Gut Elsarn samt der Kapelle von Papst Urban III. bestätigen ließ.
Im Pfarrverzeichnis von 1429 ist die Kapelle schon ausdrücklich als Pfarrkirche verzeichnet. Elsarn scheint hier als eine von Falkental (siehe Straß) abhängige Lokalie gewesen zu sein, deren Kaplan gewisse Abgaben dorthin zu leisten hatte.
1566 wird Elsarn nicht mehr als Pfarre genannt, sondern ist der Pfarre Straß zugeteilt.
Im Jahre 1784 wurde Elsarn wieder Lokalpfarre, da unter Josef II. die Zahl der Pfarren erweitert wurde. Die Ortschaften Obernholz und Diendorf gehören seit diesem Jahre zur Pfarre Elsarn (vorher Mühlbach).
Aus dieser Zeit stammt auch die gegenwärtige Kirche, die nur das Patrozinium mit ihrer Vorgängerin verknüpft.
Auch heute wird der „Kirtag" sowohl weltlich als auch kirchlich am Sonntag nach dem Festtage der Hl. Margaretha (13. Juli) gefeiert.
Die Kirche wurde um 1870 und 1903 renoviert.
1927 wurde eine neue Orgel installiert von der Firma Kauffmann in Wien.
Weihe der Orgel am Ostermontag.
1951 Kirchenrenovierung unter Pfarrer Karl Lill von der Firma Weidenauer, Horn
1954 Ostermontag wurden 2 neue Glocken von hochw. Herrn Dechant Hutter geweiht.
1957 wurde unter Pfarrer Neunherz das Vorhaus im Westen der Kirche neu angebaut.
1960 Pfarrhofrenovierung unter Pfarrer Dr. Czombal
1962 Außenrenovierung der Kirche unter Pfarrer Dr. Czombal 1963 Innenrenovierung der Pfarrkirche ebenfalls unter Pfarrer Dr. Czombal (neue Kirchenbänke).
1977 Elektrifizierung des Geläutes und Einbau eines Orgelmotors.
1984 Renovierung durch Firma Weidenauer – Horn.
1997 Dachstuhlsanierung und Neueindeckung
2004 Turmrenovierung
Elsarn Lourdesgrotte
1925 wurde die Grotte von einer Pionierabteilung aus Krems ausgesprengt. Es war ein Herzenswunsch des Pfarrers, nachdem von dieser Stelle Steine zur Beschotterung der Straße gebrochen worden waren, diesen Schönheitsfehler durch Errichtung einer Lourdesgrotte zu beseitigen.
Große Verdienste erwarb sich neben der Bevölkerung eine Mädchenkongregation aus Wien, die mit dem Reingewinn einer Veranstaltung zur Finanzierung wesentlich beitrug.
Das Verzeichnis der Pfarrer:
1784—1793 Andreas Assenbaum
1793—1803 Arbogast Pelikan
1803—1822 Ignatius Licinius Kuntath
1822—1832 Georg Verderber
1832—1840 Franciscus Dykast
1840—1863 Franciscus Xav. Schwarzberger
1863—1865 Johannes Klettenhofer
1865—1880 Antonius Vogl
1880— Johannes Schnabl
1880—1901 Johannes Heiß
1901 Josef Herbst
1901—1906 Josef Lindl
1906 Stephan Wildner
1906—1910 Rupert Kraft
1910 Ludwig Bauer
1910—1913 Augustin Blazek
1913—1918 Hubert Haas
1918—1931 Martin Büker
1931—1932 Johann Simon Wallsberger
1932—1935 Josef Pelzmann
1935—1937 Friedrich Bayer
1937—1949 Josef Ondrisz
1949—1950 Richard Simoncic
1950—1952 Karl Lill
1953—1960 Johann Neunherz
1960—1964 Dr. Ludwig Czombal
1964—1966 Bernhard Kisling
1966—1992 KR Ignaz Hofmann
1992—1997 Mag. Franz Ofenböck
1997— KR Stefan Schwarcz
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