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Die Pfarrkirche von Straß

Die Kirche wurde 1645 teilweise niedergebrannt und 1646 wieder aufgebaut. Es mag sich um keine vollständige Zerstörung gehandelt haben, denn wir führen die sichtbaren Sprünge an der Decke darauf zurück.

1670 zog schon Philipp Stammel aus Langenlois eiserne Schließen ein. Dieser einschiffige Frühbarockbau schließt nach Norden mit einer pilastergegliederten Fassade ab. Ihren Giebel krönt das Göttweiger Symbol in Stein mit Eisenkreuz.

1646 malte der Kremser Maler Georg Ziegler die Seitenaltarbilder. Vor der Verwüstung der Kirche muss bereits das Hochaltarbild bestanden haben. Es stellt dar die Marienkrönung mit dem hl. Michael und den Stiftern aus der Familie Verdenberg und es wird dem van Dyk-Schüler Friedrich Stoll zugeschrieben.

1655 baute Daniel Paur aus Wien die Orgel und 1895 setzte Leopold Breinbauer ein neues Werk.

1661 erhielt der Turm wohl nach einem vorläufigen Notdach seinen schönen Achtkantaufbau und die barocke Zwiebelhaube mit Laterne und Gloriole. Aus diesem Jahr haben wir noch eine Glocke, die „Elferin".

1664 wurde das Oratorium für die Herrschaften von Grafenegg eingebaut.

1666 fügte Antonio Porta die Lorettokapelle an die Pfarrkirche. (Nördlich der Alpen gibt es nur wenige Lorettonachbildungen.)

1667 wurden die nachgebildeten Fresken vom Maler Wilhelm Andschitz aus Krems geschaffen.

Aus 1670 stammt etwa das frühbarocke Kruzifix gegenüber dem rechten Seitenaltar. Am 25. Juni dieses Jahres wurde die Pfarrkirche vom Wiener Neustädter Bischof Leopold Graf Kollonitz konsekriert.

Um 1700 ist der Altar der Frauenkapelle entstanden. Aus derselben Zeit etwa stammt der Altar der Lorettokapelle mit seiner fast rätselhaften Symbolik und Ausdruckskraft (die schwarze Madonna mit Kind flankieren die hl. Eltern Joachim und Anna), wohl das bedeutendste Kunstwerk, das unsere Kirche besitzt.
Ein in Urkunden genannter St. Antonialtar ist verlorengegangen. An seine Stelle dürfte der Marienaltar in der sogenannten Frauenkapelle getreten sein.

1720 malte Martino Altomonte das Ölgemälde gegenüber der Kanzel „Vision des hl. Petrus".

1820 wurde die Kirche renoviert.
Hiebei malte Leopold Mitterhofer, ein Schüler des Kremser-Schmidt die Deckenfresken, 1833 den Kreuzweg und 1834 die Armenseelenkapelle (Kreuzigung, darunter die armen Seelen im Fegefeuer), die zur Erinnerung des 1826 aufgelassenen Friedhofes bei der Kirche erbaut wurde.

1889 neuerliche Renovierung der Kirche unter Mithilfe der Familie Springer. Damals wurden die farbigen Fenster im Presbyterium und im Kirchenschiff, sowie in der Frauen kapelle eingesetzt. Die Arbeiten leitet der Wiener Professor Hermann von Riewel.

1896 kam die neue Orgel von Leopold Breinbauer inOttensheim bei Linz. 1943 wurde das ovale Fenster über dem Hochaltar eingesetzt. Die Lorettokapelle bekam ein heiliges Grab.

1946 Innenrenovierung unter Pater Gregor Wissing.
Die Firma Heilmannarbeitete von August bis Dezember. 1948 Glockenweihe. Am 25. Juli weihte der hochwürdige Herr Prälat Josef Wagner aus Wien 4 neue Glocken. Die größte wiegt 1193 kg. Sie wird bis 1999 an den Gedenktagen der gefallenen Straßer Kameraden geläutet.

1963 Außenrenovierung der Pfarrkirche und elektrisches Geläute.

1967 Volksaltar.
Am 14. Juli 1967 wurde der neue, von der Firma Wagner, Langenlois, hergestellte Volksaltar vom hochw. Herrn Kanonikus Dr. Johannes Bauderer geweiht.

1970 Pfarrheim-Segnung.
Sonntag, den 30. August 1970, segnete der hochw. Herr Dechant Rudolf Koriska aus Kirchberg am Wagram das neue Pfarrheim. Der ehemalige Stall mit seinem schönen Gewölbe wurde in Eigenregie unter tatkräftiger Mithilfe der Jugend, umgebaut. Der ehemalige Jugendführer Walter Harauer hat sich durch unermüdlichen Einsatz besondere Verdienste erworben.

1971 Neue Turmuhr.
Auf Initiative von Volksschuldirektor Alfred Fischer konnte durch eine großzügige Spende des Theater- und Orchestervereines, der Gemeinde und vieler Einzelpersonen von der Firma Schauer eine moderne Kirchenuhr installiert werden. Ein langgehegter Wunsch der Bevölkerung ging in Erfüllung.

1976 Restaurierung des Frauenaltares.
Anlässlich des silbernen Priester Jubiläums des Pfarrers führte der Pfarrgemeinderat eine Sammlung durch. Die großzügigen Spenden der ganzen Bevölkerung machten die längst fällige Restaurierung möglich. Sie wurde von Meister Hubert Bauer aus Krems vorbildlich durchgeführt. (Vorletzte Restaurierung: 1866).

1983 Restaurierung der Außenfassade der Kirche

1986/1987 Restaurierung der Außenfassade der Loretokapelle

1991 Innenrenovierung der Pfarrkirche

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