Pfarrkirche Mariae Himmelfahrt, Straß
Geschichte:
Ein Pfarrer von Falkenberg wurde urkundlich 1299 erstmals erwähnt. 1335 wurde die Pfarre Falkental (heute Straßertal) als herrschaftliche Gründung urkundlich genannt. 1637/38 wurde die Pfarre nach Straß verlegt und dort eine neue Kirche gebaut, nachdem die im Straßertal befindliche Pfarrkirche zu klein geworden war. 1645 wurde die Kirche in den Wirren der Schwedenkirche teilweise ein Raub der Flammen. Die Loretokapelle wurde 1666 angebaut.
Äußeres:
Das Langhaus mit Rundbogenfenstern in stuckierten Rahmenfeldern besitzt ein Portal mit Ohrenformung und Stifterinschrift (bezeichnet 1638). An der Loretokapelle findet sich eine Wandmalerei von Wilhelm Andschitz von 1667. Im Zwickel zwischen Kapelle und Querhaus ist eine Nischenkapelle mit einem Fresko von Leopold Mitterhofer (1834), das ein Kruzifix und die armen Seelen zeigt.
Innenraum:
Das vierjochige Langhaus mit leicht eingezogenem, zweijochigen Chor ist von einer gedrückten Stichkappentonne auf toskanischen Pilastern und umlaufendem Gebälk überwölbt. Die niedrige Seitenkapelle mit Stichkappentonnen ist in Rundbogen zum Langhaus geöffnet. Die Orgelempore auf zwei Pfeilern ist platzlunterwölbt, die Marienkapelle und die Sakristei sind kreuzgratgewölbt. Das Altarblatt des Hochaltares von 1636 wird dem Verdenberger Hofmaler Friedrich Stoll zugeschrieben. Die beiden Seitenaltäre stammen ebenfalls aus der Zeit um 1640, der Marienaltar aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Die Kanzel mit Putten und reliefierten Passionsszenen am Korb sowie Christus Salvator am Schalldeckel (1763) wird Anton Dietring zugeschrieben. Die Orgel stammt von Leopold Breinbauer (1833). In der Loretokapelle findet sich ein Altar, eine Nachbildung des Loretokamins mit einer Aufsatzstatue der schwarzen Maria Loreto.
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