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Löss

Entstehung

Der Löss ist eine äolische (das heißt vom Wind verursachte) Staubablagerung, die vor allem während der Kaltzeiten der Eiszeit aus den vom Eis unbedeckten Moränen- und Schmelzwasserablagerungen und den weiten Aufschüttungsfeldern der Flüsse ausgeblasen und an den Gebirgsrändern auf Terrassenflächen und Becken abgelagert wurde.

Zusammensetzung und Standfestigkeit

Lösse sind karbonathältige, schluffige, meist ungeschichtete und relativ lockere Ablagerungen. Die Hauptbestandteile sind Quarz, Karbonate und Tonerdesilikate. Der hohe Kalkgehalt bewirkt eine Verkittung der Quarzkörnchen durch Kalziumkarbonat, die dem Lockersediment Löss einen festen inneren Zusammenhalt und eine hohe Standfestigkeit verleihen. Aus diesem Grunde sind viele Keller in den Löss gegraben worden.

Porenvolumen und Fruchtbarkeit

Das hohe Porenvolumen ist ein wesentlicher Grund für die Fruchtbarkeit von Lössböden. Es bewirkt ein gutes Wasserspeicherungsvermögen, eine hohe Wasser- und Nährstoffverfügbarkeit sowie eine gute Durchlüftung und rasche Erwärmung.

Entstehung der Hohlwege in den Lössgebieten

Die Entstehung eines Hohlweges lässt sich grundsätzlich auf menschliche Eingriffe zurückführen. Großflächige Rodungen und die Ausweitung des Ackerbaues haben dazu geführt, dass der Abfluss stark zunahm und erhebliche Bodenabträge bewirkte. Besonders gefährdet waren unbefestigte Straßen, da ihre Oberfläche durch Pferdehufe und Wagenräder immer wieder gelockert wurde. Durch das konzentriert abfließende Wasser vertiefte sich die Wegsohle und es bildeten sich charakteristische Hohlwege aus.

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